Freie Abstraktion -
Geste und Stille

Zwischen Schwarz und Weiß liegt eine ganze Welt.

Weiß ist für mich eine eigenständige Farbe – manchmal das Papier selbst, manchmal eine bewusst gesetzte Fläche. Ein Atem im Bild.

Jede Komposition ist eine Entscheidung: Wo setzt die Linie an? Wie viel Fläche braucht die Farbe? Wo verdichtet sich Schwarz, wo öffnet sich das Bild wieder? Kraftvolle Gesten in Gouache begegnen zarten transparenten Flächen. Kohle oder Ölpastellkreide setzen die Linie – aus einer inneren Haltung heraus, im Dialog zwischen Gefühl und Auge.

Spannend ist für mich der Moment des Weißraums: Wie bringe ich mit ihm Weite ins Bild? Wie setze ich mit ihm Licht?

Die Arbeiten entstehen vorwiegend auf Papier – von kleinen intimen Formaten bis zu 50 × 70 cm. Abstrakt, und doch tragen viele etwas Landschaftliches in sich. 
Eine Weite, eine Stimmung – nicht benannt, aber spürbar.