Emberg - Mein Kraftort

Emberg - Wilde Wiesen, alte Obstbäume – für mich ein Ort des Glücks.

Unsere Zwei Hektar wilder Naturgarten im Sauerland, ein Biotop. Ein Steilhang, der das Bewirtschaften beschwerlich macht. Am Wochenende fahren wir oft dorthin.
Mein Mann und meine Schwägerin pflegen den Garten. Ich pflege den Blick.

Mit dem Skizzenbuch auf den Knien halte ich fest, was die Jahreszeit zeigt. Den Fingerhut im Juni. Das schwere Grün des Sommers. Die Äpfel, die im Herbst geerntet werden – und danach als selbst gepresster Saft in Flaschen stehen. Jede Jahreszeit hat ihre eigene Sprache, und ich skizziere sie, wann immer das Wetter es zuläßt.

Und ich fotografiere – viel, immer wieder. Weil die Stimmung hier so flüchtig und so besonders ist. Ein Licht, das nur kurz durch die Bäume fällt. Eine Farbe, die morgen schon anders ist. Die Fotos sind Gedächtnis, wie die Skizzen – nur schneller.

Die Skizzen vom Emberg sind anders als die aus dem Süden. Kein grelles Licht, keine intensive Hitze. Hier ist es das Wuchernde, das Feuchte, das Dunkelgrüne – eine Natur, die sich selbst überlassen ist und genau darin so schön und besonders ist.

Der Emberg gibt mir zurück, was der Alltag manchmal nimmt.
Stille. Langsamkeit. Den Blick für das Kleine.

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Lara. Andreas. Mary. Ronja. Sarah. Friedrich.